"Strom" aus der Sicht eines Maschinenbauers

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Klaus
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"Strom" aus der Sicht eines Maschinenbauers

Beitrag von Klaus » Mo 19. Jan 2015, 18:18

Einige Grundlagen zum Thema Strom:

1. Strom ist sehr dünn.
Deshalb braucht man für Strom keinen Schlauch. Er geht durch einfachen Draht, so dünn ist er. Mit Holz kann man keinen Strom übertragen. Wahrscheinlich saugt Holz ihn auf. Mit Kunststoff ist es genauso.

2. Wenn Strom nicht gebraucht wird, ist er nicht dünn.
Im Gegenteil, er ist dickflüssig, damit er nicht aus der Steckdose tropft, sonst müsste ja immer ein Stopfen auf der Steckdose sein. Woher Strom weiß, dass er gebraucht wird und dünn werden muss, ist noch unklar. Wahrscheinlich sieht er, wenn jemand mit einem Elektrogerät ins Zimmer kommt.

3. Strom ist nicht nur dünn, sondern auch unsichtbar.
Daher sieht man auch nicht, ob in einem Draht Strom drin ist oder nicht, man muss ihn schon anfassen. Wenn Strom drin ist tut es weh. Das nennt man Stromschlag, denn der Strom mag es nicht angefasst zu werden und er wehrt sich. Manchmal merkt man auch nichts. Entweder weil kein Strom drin ist oder weil man plötzlich tot ist. Das nennt man dann Exitus.

4. Strom ist sehr vielseitig.
Man kann damit kochen, bohren, heizen und vieles mehr. Wenn man einen Draht mit Strom an einen anderen Draht mit Strom hält, funkt und knallt es. Das nennt man Kurzschluss! Aber dafür gibt es Sicherungen, die kann man wieder eindrehen.

5. Außer dem Strom im Kabel gibt es auch noch Strom zum mitnehmen.
Der ist in kleinen Schachteln verpackt. Der Fachmann nennt so etwas Batterie. Der Strom in der Schachtel kann natürlich nicht sehen, ob er gerade gebraucht wird oder nicht. Deshalb läuft er manchmal einfach so ohne Grund aus und frisst alles kaputt.

6. Es gibt mehrere Arten von Strom:
Starkstrom: Der Starkstrom heißt so, weil er unheimlich stark ist, das man damit alles machen kann.
Wechselstrom: Der Wechselstrom heißt so, weil seine Verwendung ständig wechselt.
Gleichstrom: Der Gleichstrom heißt so, weil es ihm völlig gleich ist, was man mit ihm macht.

7. Weitere Grundlagen zum Thema Strom:
Bisher konnte den Elektronen, die ja, wie Sie wissen, den Strom transportieren, keine Farbe zugewiesen werden. Durch neue Versuche ist dies jedoch gelungen. Dazu jagte man in einer Universität in den USA viele Elektronen durch einen dünnen Draht, indem eine mit Strom > gefüllte
Schachtel kurzgeschlossen wurde. Als der Strom begann, durch den Draht zu fließen, wurde dieser rot. Hieraus wurde auf eine rote Farbe der Elektronen geschlossen. Und weil im Draht ein so großes Gedränge herrscht wie bei C&A im Sommerschlussverkauf, wird er natürlich auch warm, wie im wirklichen Leben. Funken hingegen sind blau und bestehen aus Elektronen. Hier liegt trotzdem nur scheinbar ein Widerspruch vor, der schon bei näherer Betrachtung des Problems gelöst werden kann.
Man betrachte den Weg des Funkens: Gezackt, hin und her, vom Anfang bis zum Ende. Wer im Leben einen solchen Weg zurückgelegt, der muss ja wohl blau sein, oder ?
Die neueste Entdeckung ist der Gelbe Strom: Der allerdings ist teurer als normaler Strom, denn man muss ihn ja erst
einfärben und das kostet Geld.

Wenden wir uns nun einem Thema zu, das uns alle bereits im Grundstudium beschäftigte:

8. In welche Richtung fließt er - der Strom.
Nun, wir haben damals gelernt, dass er von Plus nach Minus fließt. Also, Plus ist mehr als Minus, da sind also viele Elektronen ganz eng beieinander, so wie Studenten beim Anstehen in der Mensa . Bei Minus sind dann fast gar keine, da ist es ganz leer, wie in der Vorlesung > "Signale
& Systeme" beim Professor Bundschuh zum Beispiel. Nun sollen sich die vielen Elektronen also lieber aus dem Gedränge raus in die leere Wüste begeben, wo gar nichts ist. Und hier sieht der aufmerksame Beobachter nun die Unwahrheit dieser Aussage und kommt zum Schluss, was uns die Physiker mit vielen fiesen Versuchen eh schon gezeigt haben: Der Strom fließt ja von Minus nach Plus! (Logisch, wer will schon freiwillig in der Wüste leben ?)

9. Übrigens ist der Strom sehr schnell:
Man gehe zu einem Lichtschalter und betätige ihn. Sofort nach dem Schalten ist er weg oder da, je nachdem, wie man geschaltet hat. Der Strom, und das sagt uns wieder die Physik, ist so schnell wie
das Licht. Logisch, denn der Strom macht ja das Licht, und das Produkt kann ja schließlich nicht schneller sein als sein Ursprung. Schließlich muß der Wein ja auch erst gären, bevor er schmeckt, und Vogelscheiße fliegt ja auch nicht schneller als der Vogel selbst.

10. Das Produkt des Stromes, das Licht, ist sehr schnell:
Man fahre mit dem Fahrrad los, um dies zu erkennen. Denn ein Dynamo erzeugt ja Strom, Drehstrom sogar. Dieser erzeugt vorn im Lämpchen das
Licht. Das arme Licht wird dann auf die Straße herab geschleudert, wo es beim Aufprall einen hellen Fleck hinterlässt und qualvoll stirbt. Du kannst so schnell Rad fahren wie du willst, das Licht ist stets vor dir da. Selbst mit Auto, Bahn oder Birgen Air wird sich das nicht ändern.

11. Wie erzeugt der Strom aber nun im Lämpchen das Licht ?
Nun, die kleinen, flinken Elektronen sausen also, angetrieben vom Dynamo, durch den Draht bis in das Lämpchen, wo sie durch eine Spirale, (der Professor nennt sie "Glühwendel"), hindurch müssen. Diese ist so eng und dünn, dass nicht alle auf einmal hindurchpassen, und somit die Alten und Schwachen auf die Straße fallen, wo sie, wie schon erwähnt, den besagten Lichtfleck hinterlassen! Durch die spiralförmige Anordnung und die hohe Geschwindigkeit wird den restlichen Elektronen schwindlig und Sie verlieren die Orientierung. Dann werden Sie aus der Glühwendel herausgeschleudert. Jene, die in Richtung der Straße fliegen, haben nur Glas oder klare Plastik zu durchdringen, was für Sie kein Problem darstellt. Für alle anderen hat der intelligente Radfahrer vorgesorgt..
Er klebt einfach einen Spiegel an die Rückseite seiner Lampe: die Elektronen erschrecken dort und machen kehrt. Übrigens soll man diese geniale Erfindung schon käuflich im Fachhandel erwerben können.

Ich hoffe, Ihnen mit diesem Vortrag einen kleinen Einblick in die neuesten Erkenntnisse über den elektrischen Strom und seine Anwendungsmöglichkeiten gegeben zu haben.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche noch einen schönen Tag.


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